PROGRAMME DER MOBILEN KLINIK

Die "Mobile Klinik" hat folgende Zielsetzung:
a) Aufklärung der ländlichen Bevölkerung über vorbeugende Maßnahmen zur Verhinderung von Behinderungen. Information über Behandlungsmöglichkeiten für Behinderte.
b) Erfassung so vieler Behinderter wie möglich mit dem Ziel sie zu behandeln oder zu operieren und danach wieder in die Gesellschaft zu integrieren.
 
Die Mobile Klinik, die von einem Physiotherapeuten mit Hilfe eines Toyota 4-RAD Antriebsfahrzeuges vorgenommen wird, besucht monatlich insgesamt 77 Gesundheitszentren in Kiliffi und Kwale Distrikt und erstellt Diagnosen für die Behinderten. Therapiemaßnahmen werden sofort vorgenommen, während andere Patienten in unsere Rehabilationsklinik zu Operationen eingewiesen werden. Ebenso werden Krücken, Gehhilfen und Rollstühle ausgegeben.
 
Bedingt durch politische Unruhen im August konnten aus Sicherheitsgründen viele Stationen nicht mehr besucht werden, da sich die Terroristen in den Wäldern und Höhlen im Kwale Distrikt verschanzt hatten und das Militär gegen sie vorging. Im Oktober 1997 wurde die Küste von den El-Nino Überschwemmungen heimgesucht und viele Brücken und Straßen wurden weggeschwemmt. Dies verursachte einen erheblichen Rückgang der Patienten da wir viele Gebiete nicht mehr erreichen konnten.
 
Im Mai 1998 begleiteten unser Vorsitzender Mr. Hafidh und Geschäftsführer Hubert Seifert drei Tage lang die Mobile Klink zur Evakuierung und intierten öffentliche Kampagnien mit Hilfe der Bürgermeister und Ältesten in den ländlichen Dörfern. Dies führte zu einem Zuwachs an Patienten um 73 % von 130 im Mai zu 225 im September 1998.
 
Von Januar bis Oktober 1998 erhielten 1647 Patienten insgesamt 3294 Behandlungen. Hiervon waren 1359 ältere und 288 erstmals erfasste Patienten. Neben Patienten mit Körperbehinderungen werden auch Blinde, Gehörlose und geistig behinderte Patienten erfasst und an andere Behandlungenszentren verwiesen.
 
Die Mobile Klink erreicht viele Behinderte in sehr abgelegenen Dörfern, die anderfalls keinen Zugang zu Rehabiliationsprogrammen hätten. Es ist deshalb äußerst wichtig, dass dieses Programm erweitert wird um noch mehr behinderten Kindern neue Hoffnung für die Zukunft vermittelt.

Dieses Geländegängige Fahrzeug verdanken wir einer großzügigen Spende der Japanischen Botschaft in Höhe von 2,7 Millionen Ksh. (DM 80.000)
Boniface Katana
Leiter der Mobilen Klink