Die
Barriere ist eine Schwelle aus Kalkgestein, von der mitten im
Fluß noch zwei höhere Felsen stehengeblieben sind.
Seit dem 12. Jahrhundert nutzen die Menschen hier die Wasserkraft
zum Antreiben von Mühlen und Hämmern; mit der Industrialisierung
im 19. Jahrhundert setzte die Stromgewinnung ein.
Der südlich anschließende Bergsporn lud schon früh
zum Bau einer Burg ein - heute Schloß Laufen, ein schöner
Aussichtspunkt auf die herabstürzenden Wassermassen.
Die dramatische Szenerie ließ bereits unsere Vorfahren
romantisch erschauern. Und bei Mondschein ist der Rheinfall
immer noch zauberhaft. Aber im Juni und Juli, wenn die Alpenschneeschmelze
das Naturschauspiel zu großer Form auflaufen läßt,
werfen die Reisebusse Hundertschaften von Schaulustigen ans
Ufer. Immerhin bewahrte dieses Schiffshindernis aber die hochrheinische
Flußidylle vor machen Verhängnissen der Moderne.
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